Hebammen leisten einen unschätzbaren Beitrag rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett – doch wie sieht es eigentlich mit ihrem Verdienst aus? Die Gehälter können stark variieren, abhängig von Faktoren wie Arbeitsmodell, Erfahrung, Region und ob die Hebamme angestellt oder freiberuflich tätig ist.
1. Gehalt angestellter Hebammen
Wer als Hebamme im Krankenhaus oder bei einer öffentlichen Einrichtung angestellt ist, wird meist nach Tarif bezahlt – z. B. nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Das monatliche Bruttogehalt liegt dabei ungefähr bei:
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Berufseinstieg: ca. 2.800 – 3.200 € brutto
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Mit Berufserfahrung: ca. 3.400 – 4.200 € brutto
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Leitende Positionen: bis zu 4.800 € oder mehr
Nachtdienste, Wochenendarbeit und Rufbereitschaft werden zusätzlich vergütet.
2. Einkommen freiberuflicher Hebammen
Viele Hebammen arbeiten freiberuflich, etwa in der Vor- und Nachsorge, bei Geburtsvorbereitungskursen oder sogar bei Hausgeburten. Hier ist das Einkommen schwerer zu pauschalisieren, denn es hängt stark vom Umfang der Tätigkeit, dem Standort und der Nachfrage ab.
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Verdienst pro Leistung:
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Vorgespräch: ca. 30–50 €
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Hausbesuch (Nachsorge): ca. 40–70 €
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Geburtsvorbereitungskurs: ca. 100–200 € pro Teilnehmerin
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Geburtshilfe (z. B. bei Hausgeburten): ca. 700–1.300 €
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Viele Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, allerdings ist der bürokratische Aufwand für Hebammen hoch – ebenso wie die Haftpflichtversicherungsbeiträge, insbesondere bei Geburtshilfe.
3. Fazit: Leidenschaft mit Herausforderungen
Hebammen verdienen in Deutschland ein solides Einkommen, doch der Beruf bringt auch Verantwortung, körperliche Belastung und organisatorische Hürden mit sich – vor allem für Freiberuflerinnen. Wer mit Herzblut dabei ist, kann in diesem Beruf aber nicht nur finanziell, sondern vor allem menschlich viel zurückbekommen.
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