Steuerberater sind Experten für Finanzen, Steuern und Recht – ein Beruf mit hoher Verantwortung. Gleichzeitig ist er mit besonderen Risiken verbunden: lange Arbeitszeiten, hoher Leistungsdruck und geistige Belastung. Ein Ausfall kann existenzbedrohend sein. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bietet hier gezielten Schutz. Doch lohnt sich diese Absicherung speziell für Steuerberater?
Achtung: Bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung. Alle Angaben sind ohne Gewähr und können sich jederzeit ändern.
Warum eine BU für Steuerberater wichtig ist
1. Geistige und psychische Belastungen
Steuerberater arbeiten unter großem Zeit- und Leistungsdruck. Fristen, komplexe steuerliche Fälle, Beratungsfehler oder Haftungsrisiken führen zu Stress, der langfristig psychische Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen verursachen kann. Psychische Erkrankungen zählen mittlerweile zu den häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit, insbesondere in beratenden Berufen.
2. Verantwortung und Haftungsrisiken
Fehler in der Beratung, falsche Steuererklärungen oder verspätete Abgaben können hohe finanzielle Schäden verursachen. Auch wenn die Haftpflichtversicherung für die Schadensregulierung zuständig ist, schützt sie nicht vor Einkommensverlust durch persönliche Berufsunfähigkeit.
3. Staatliche Absicherung reicht oft nicht
Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente greift nur, wenn kaum noch irgendeine Tätigkeit ausgeübt werden kann – ein Szenario, das für hochqualifizierte Steuerberater selten zutrifft. Die BU sichert dagegen genau die Ausübung des eigenen Berufs ab.
Vorteile einer BU für Steuerberater
- Finanzielle Sicherheit: Monatliche BU-Rente sichert den Lebensstandard bei Berufsunfähigkeit.
- Absicherung psychischer Erkrankungen: Burnout, Depression oder Angststörungen sind in der Regel abgedeckt.
- Individuell anpassbar: Versicherungssummen und Leistungen können auf Einkommen, Lebensstil und berufliche Entwicklung zugeschnitten werden.
- Unabhängigkeit vom Staat: Leistungen erfolgen unabhängig von gesetzlichen Rentenansprüchen.
Worauf Steuerberater achten sollten
- Frühzeitig abschließen: Je jünger und gesünder, desto niedriger die Beiträge.
- Richtige Berufsdefinition: Die BU muss explizit den Beruf „Steuerberater“ absichern, nicht nur eine allgemeine akademische Tätigkeit.
- Ausreichende Rentenhöhe: Die BU-Rente sollte den Lebensunterhalt und laufende Fixkosten abdecken.
- Verzicht auf abstrakte Verweisung: Die Versicherung sollte nicht dazu berechtigt sein, auf andere Tätigkeiten zu verweisen, die noch ausgeübt werden könnten.
Rückblick
Für Steuerberater ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung besonders sinnvoll. Der Beruf ist geistig und psychisch belastend, die Verantwortung hoch, und die gesetzliche Absicherung im Ernstfall oft unzureichend. Wer frühzeitig vorsorgt, sichert seinen Lebensstandard ab und schützt sich vor finanziellen Folgen eines Berufsausfalls – eine Investition in die eigene Existenz und berufliche Zukunft.
Berufsrisiken von Steuerberatern
Der Beruf des Steuerberaters gilt als anspruchsvoll, verantwortungsvoll und gut bezahlt. Gleichzeitig ist er mit spezifischen Risiken verbunden, die oft unterschätzt werden. Diese reichen von psychischem Stress über Haftungsfragen bis hin zu gesundheitlichen und finanziellen Belastungen. Wer sich der Risiken bewusst ist, kann gezielt vorsorgen und langfristig absichern. Lernen Sie mehr zum Thema BU auf diesem Portal.
1. Psychische Belastung
Hoher Leistungsdruck:
Steuerberater arbeiten oft unter strengen Fristen, insbesondere zu Jahres- oder Quartalsenden. Fristversäumnisse können sowohl für den Mandanten als auch für den Berater Konsequenzen haben.
Komplexität der Aufgaben:
Steuerrecht ist komplex und unterliegt ständigen Änderungen. Fehlerhafte Beratung kann zu finanziellen Schäden beim Mandanten führen.
Stress und Burnout:
Dauerhafte Überlastung, hohe Verantwortung und die Notwendigkeit, stets korrekt und zuverlässig zu arbeiten, erhöhen das Risiko für psychische Erkrankungen wie Burnout, Depression oder Angststörungen.
2. Haftungs- und Rechtsrisiken
Fehlerhafte Beratung:
Falsche Steuererklärungen, verspätete Abgaben oder fehlerhafte Steuerplanung können zu finanziellen Verlusten beim Mandanten führen. Der Steuerberater haftet dafür unter Umständen persönlich.
Steuerstrafrechtliche Risiken:
Unwissenheit, Missverständnisse oder organisatorische Fehler können zu Konflikten mit Finanzbehörden führen.
Berufshaftpflichtversicherung:
Eine Berufshaftpflicht ist für Steuerberater daher unverzichtbar, schützt aber nur vor Forderungen Dritter – nicht vor Einkommensverlust bei eigener Berufsunfähigkeit. Auch spannend: Lohnt sich ein Steuerberater?
3. Finanzielle Risiken
Einkommensausfall:
Selbstständige Steuerberater oder Partner in Kanzleien sind stark von ihrer eigenen Arbeitskraft abhängig. Ein längerer Ausfall durch Krankheit oder Unfall kann existenzbedrohend sein.
Krisenabhängigkeit:
Wirtschaftliche Schwankungen, Mandantenverluste oder gesetzliche Änderungen können die Auftragslage beeinflussen.
4. Gesundheitliche Risiken
Langes Sitzen und Bildschirmarbeit:
Steuerberater verbringen viele Stunden am Schreibtisch, am Computer oder mit Akten – das belastet Rücken, Augen und Nacken.
Stressbedingte Erkrankungen:
Neben psychischen Erkrankungen können auch Herz-Kreislauf-Probleme, Schlafstörungen oder Migräne auftreten.
Rückblick
Der Beruf des Steuerberaters ist hoch angesehen, aber auch risikoreich. Psychische Belastungen, Haftungsfragen, finanzielle Abhängigkeit von der eigenen Arbeitskraft und gesundheitliche Probleme sind typische Gefahren. Um langfristig abgesichert zu sein, sollten Steuerberater neben Berufshaftpflicht und gesunder Arbeitsorganisation auch über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenken. Diese Absicherung schützt vor den finanziellen Folgen, wenn der Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann.
Bekommen Steuerberater oft Burnout?
Der Beruf des Steuerberaters gilt als angesehen und gut bezahlt – gleichzeitig ist er extrem anspruchsvoll. Fristen, komplexe Gesetze, hohe Verantwortung und ständiger Leistungsdruck belasten nicht nur den Kopf, sondern zunehmend auch die Psyche. Daher stellt sich die Frage: Bekommen Steuerberater oft Burnout?
Hohe psychische Belastung im Steuerberaterberuf
1. Fristen- und Termindruck:
Besonders in der Steuerberatung gibt es feste Abgabetermine, etwa für Steuererklärungen, Jahresabschlüsse oder Meldungen an Finanzbehörden. Fehler oder Verzögerungen können teuer werden – sowohl für Mandanten als auch für den Steuerberater selbst.
2. Komplexität und ständige Veränderungen:
Steuerrecht ist komplex und unterliegt häufigen Änderungen. Steuerberater müssen sich kontinuierlich weiterbilden, um Mandanten korrekt beraten zu können. Diese permanente geistige Belastung erzeugt zusätzlichen Druck.
3. Verantwortung und Haftungsrisiken:
Ein falscher Rat kann zu hohen finanziellen Schäden führen. Steuerberater haften unter Umständen persönlich, was den Stresslevel weiter erhöht.
Statistische Einordnung
Studien und Umfragen zeigen, dass Burnout und psychische Erkrankungen in beratenden Berufen häufig sind, besonders bei Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten. Typische Anzeichen sind:
- Chronische Erschöpfung
- Konzentrationsprobleme
- Schlafstörungen
- Gereiztheit und emotionale Erschöpfung
- Rückzug von Kollegen oder Mandanten
Laut Fachverbänden berichten viele Steuerberater von regelmäßigem Stress, der bei fehlender Prävention in Burnout münden kann – insbesondere während der Steuer-Hochsaison.
Prävention und Schutz
1. Arbeitsorganisation verbessern:
- Arbeitslast fair verteilen
- Puffer für Fristen einplanen
- Digitalisierte Prozesse zur Entlastung nutzen
2. Auszeiten und Erholung:
- Regelmäßige Pausen
- Urlaub und Freizeit konsequent einplanen
3. Professionelle Unterstützung:
- Coaching oder Supervision
- Gespräche mit Kollegen oder Mentoren
4. Berufsunfähigkeitsversicherung:
Eine BU sichert finanziell ab, falls Burnout oder andere psychische Erkrankungen dazu führen, dass der Beruf dauerhaft nicht mehr ausgeübt werden kann.
Rückblick
Ja, Steuerberater gehören zu den Berufsgruppen mit erhöhtem Risiko für Burnout. Hoher Termindruck, komplexe Gesetzeslagen und große Verantwortung führen regelmäßig zu Stress, der bei fehlender Prävention in langfristige Erschöpfung münden kann. Wer frühzeitig auf Arbeitsorganisation, Erholung und Absicherung achtet, kann das Risiko deutlich reduzieren – finanziell, psychisch und körperlich.
